Die beste Geldanlage

Trotz der in Kauf zu nehmenden Risiken sind Aktien nach Ansicht von Experten auf dem Gebiet der Geldanlage die beste Wertpapierform. Auf lange Sicht versprechen die Unternehmensanteile die höchste durchschnittliche Wertentwicklung und lassen verzinsliche Wertpapiere ebenso hinter sich wie Immobilien.
Mit Aktien lässt sich daher ein Engagement im Rahmen der privaten Altersvorsorge am erfolgreichsten unterhalten. Um das Risiko einzelner Unternehmen nicht allzu stark im eigenen Portfolio abzubilden, sollte der Einstieg in den lukrativen Aktienmarkt über einen geeigneten Investmentfonds erfolgen. Dieser investiert die ihm anvertrauten Mittel in eine Vielzahl von Unternehmen und eliminiert so das unsystematische Risiko.

Erträge aus Aktiengeschäften (und solche aus Aktienfonds) unterliegen der Steuerpflicht. Bislang werden Dividenden noch nach dem so genannten Halbeinkünfteverfahren besteuert, bei dem die Zuflüsse fiktiv halbiert und dann mit dem persönlichen Steuersatz veranlagt werden. Kursgewinne, die nach Ablauf der Spekulationsfrist von 12 Monaten realisiert werden, waren bislang steuerfrei.
Ab dem nächsten Jahr ändert sich mit der Einführung der Abgeltungssteuer auch im Bereich der Aktienanlage einiges. So unterliegen sämtliche Erträge dem pauschalen Steuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlags und ggf. der Kirchensteuer. Auch entfällt die Spekulationsfrist; das Datum des Erwerbs und der Veräußerung spielt in Zukunft bei der steuerlichen Bemessung keine Rolle mehr.

Beim langfristigen Vermögensaufbau sollten insbesondere junge Anleger, deren Eintritt in den Ruhestand noch mehrere Jahre entfernt liegt, verstärkt Aktien aus Schwellenländern zum Depot beimischen. Die Emerging Markets versprechen aufgrund der prosperierenden volkswirtschaftlichen Entwicklung in Asien und Südamerika überdurchschnittlich hohe Gewinne für die dort ansässigen Unternehmen und sollten so zu deutlichen Kurssteigerungen beitragen.
Aktienfonds lassen sich bequem über einen Fondssparplan erwerben, in den monatlich ein bestimmter Betrag einfließt. Neben der kontinuierlichen Geldanlage versprechen die Sparpläne aufgrund des Cost-Average-Effektes noch weitere Vorteile: In Zeiten hoher Notierungen werden nur wenige Stücke erworben, während in Baisse-Phasen viele Anteile gekauft werden. Die Kapitalkurve des Depots wird so merklich geglättet.